Menu

Satzung

Satzung der deutschen Gesellschaft für interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen 
(InZIG).

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt den Namen „Deutsche Gesellschaft für Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen (InZIG)". Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Berlin.
  3. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck

  1. Zweck des Vereins ist die Förderung der interprofessionellen Zusammenarbeit im Gesundheitswesen.
  2. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch
    1. die Entwicklung, Organisation und Durchführung von wissenschaftlichen Kongressen zur Förderung und Weiterentwicklung des interprofessionellen Medikationsmanagements, der Arzneimitteltherapiesicherheit und der Adhärenz
    2. die Herausgabe von Informationsmaterial für medizinische, pharmazeutische und weitere Fachkräfte sowie die interessierte Fachöffentlichkeit in Form von elektronischen Veröffentlichungen und/oder Printmedien
    3. die Mitwirkung an wissenschaftlichen Tagungen, Kongressen und Kolloquien sowie
    4. den Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis auf nationaler und internationaler Ebene über die Weiterentwicklung des Medikationsmanagements und der Arzneimitteltherapiesicherheit
  3. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Ausscheidende Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Verbandes.
  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Vereins kann
    1. jede natürliche Person werden, die zu den medizinisch-pharmazeutischen Fachkreisen gehört im Sinne von §15 AMG oder §2 HWG. Dies sind im Wesentlichen Angehörige der Heilberufe oder des Heilgewerbes, wie zum Beispiel Ärzte, Apotheker, PTA, Pharmazieingenieure, Krankenschwester, Humanbiologen, Biochemiker, Biotechniker, Pflegedienste, pharmazeutisch-, medizinisch- oder andere technische Assistenten, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Hebammen, Medizin-, Pharmazie- und andere naturwissenschaftliche Studenten und Auszubildende
    2. Einrichtungen, die der Gesundheit von Mensch und Tier dienen, inklusive der Pharmaindustrie
    3. Sonstige Personen, soweit sie mit Arzneimitteln, Medizinprodukten, Verfahren, Behandlungen, Gegenständen oder anderen Mitteln erlaubterweise Handel betreiben oder sie in Ausübung ihres Berufes anwenden
    4. Vertreter von Patientenorganisationen
    5. Gesundheitsökonomen, Gesundheitspolitiker, Digital Media Experten, Sozialarbeiter, Psychologen sowie Angehörige anderer Berufe, die sich mit der Verbesserung der integrierten Gesundheitsversorgung beschäftigen
  2. Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag, der an den Vorstand zu richten ist.
  3. Der Vorstand entscheidet über den Aufnahmeantrag nach freiem Ermessen. Bei Ablehnung des Antrags ist er nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe für die Ablehnung mitzuteilen.
  4. Auf Vorschlag des Vorstands kann die Mitgliederversammlung Ehrenmitglieder auf Lebenszeit ernennen.

§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Ausschluss, Streichung von der Mitgliederliste oder Austritt aus dem Verein.
  2. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstands. Der Austritt kann nur zum Ende eines Geschäftsjahres erklärt werden, wobei eine Kündigungsfrist von zwei Monaten einzuhalten ist.
  3. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstands von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung mit der Zahlung von Mitgliedsbeiträgen oder von Umlagen im Rückstand ist. Die Streichung darf erst beschlossen werden, wenn nach der Absendung der zweiten Mahnung zwei Monate verstrichen sind und in dieser Mahnung die Streichung angedroht wurde. Der Beschluss des Vorstands über die Streichung muss dem Mitglied mitgeteilt werden.
  4. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstands aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins verletzt. Vor der Beschlussfassung muss der Vorstand dem Mitglied Gelegenheit zur mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme geben. Der Beschluss des Vorstands ist schriftlich zu begründen und dem Mitglied zuzusenden. Gegen den Beschluss kann das Mitglied Berufung an die Mitgliederversammlung einlegen. Die Berufung ist innerhalb eines Monats nach Zugang des Beschlusses beim Vorstand einzulegen. Die Mitgliederversammlung entscheidet im Rahmen der nächsten Versammlung abschließend über den Ausschluss. Der ordentliche Rechtsweg bleibt vorbehalten.

§ 5 Mitgliedsbeiträge

  1. Es ist ein Mitgliedsbeitrag zu zahlen.
  2. Höhe und Fäligkeit des Mitgliedsbeitrags werden von der Mitgliederversammlung festgesetzt.
  3. Ehrenmitglieder sind von der Pflicht zur Zahlung von Beiträgen befreit.

§ 6 Organe des Vereins

  1. Organe des Vereins sind der Vorstand, der Beirat und die Mitgliederversammlung.

§ 7 Vorstand

  1. Der Vorstand des Vereins iSv. § 26 BGB besteht aus dem geschäftsführenden Vorstand und zwei weiteren Vorstandsmitgliedern, die als stellvertretender Vorstand und Schatzmeister dienen.
  2. Der Verein wird durch den geschäftsführenden Vorstand alleine vertreten. Sollte der geschäftsführende Vorstand verhindert sein, sind die beiden anderen Vorstandsmitglieder gemeinsam zeichnungsberechtigt.
  3. Der geschäftsführende Vorstand ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
  4. Dem geschäftsführenden Vorstand wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 5000 € jährlich
    gezahlt (inkl. aller Nebenkosten). Für die Abführung der anfallenden Steuer ist er verantwortlich. Den weiteren Mitgliedern des Vorstands kann eine Aufwandsentschädigung gezahlt werden. Über ihre Höhe entscheidet die Mitgliederversammlung. Die Mitgliederversammlung kann einzelne Vorstandsmitglieder zum Abschluss und zur Kündigung von entsprechenden Verträgen mit anderen Vorstandsmitgliedern ermächtigen.

§ 8 Zuständigkeit des Vorstands

Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch die Satzung einem anderen Organ des Vereins übertragen sind. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung sowie Aufstellung der Tagesordnung;
  2. Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung;
  3. Vorbereitung des Haushaltsplans, Buchführung, Erstellung des Jahresberichts;
  4. Beschlussfassung über die Aufnahme und Streichung von Mitgliedern.

§ 9 Wahl und Amtsdauer des Vorstands

  1. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von vier Jahren, gerechnet von der Wahl an, gewählt. Er bleibt jedoch bis zur Neuwahl des Vorstands im Amt. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen. Zu Vorstandsmitgliedern können nur Mitglieder des Vereins gewählt werden. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt eines Vorstandsmitglieds.
  2. Scheidet ein Mitglied des Vorstands vorzeitig aus, so kann der Vorstand für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen einen Nachfolger wählen.

§ 10 Sitzungen und Beschlüsse des Vorstands

  1. Der Vorstand beschließt in Sitzungen, die vom geschäftsführenden Vorstand, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorstand, einberufen werden.Die Sitzungen können online abgehalten werden. Die Tagesordnung braucht nicht angekündigt zu werden. Die Einberufungsfrist beträgt 10 Tage. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung folgenden Tag.
  2. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei seiner Mitglieder anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des geschäftsführenden Vorstands, bei dessen Abwesenheit die des stellvertretenden Vorstands.
  3. Der Vorstand kann im schriftlichen Verfahren beschließen, wenn alle Vorstandsmitglieder dem zustimmen.

§ 11 Beirat

  1. Der Beirat besteht mindestens aus drei, maximal aus sieben Mitgliedern. Sie werden in gleicher Weise wie Vorstandsmitglieder gewählt. Der Beirat ist beratend tätig und spiegelt die Interessen und Meinungen der jeweiligen Professionen wieder. Es sollen mindestens drei Sitzungen pro Jahr zwischen Vorstand und Beirat stattfinden. Der Beirat wird erstmalig bei der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung gewählt, die nach der Gründungsversammlung stattfindet.
  2. Der Beirat kann eine Beiratsordnung beschließen.

§ 12 Mitgliederversammlung

  1. In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen; ein Mitglied darf jedoch nicht mehr als drei fremde Stimmen vertreten.
  2. Die Mitgliederversammlung ist für folgende Angelegenheiten zuständig:
    1. Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplans für das nächste Geschäftsjahr; Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstands; Entlastung des Vorstands;
    2. Festsetzung der Aufnahmegebühren, Mitgliedsbeiträge und Umlagen;
    3. Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Beirats;
    4. Beschlussfassung über Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins;
    5. Beschlussfassung über die Berufung gegen einen Ausschließungsbeschluss;
    6. Ernennung von Ehrenmitgliedern.
  3. Die Mitgliederversammlung kann online oder/und live stattfinden.

§ 13 Einberufung der Mitgliederversammlung

  1. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal jährlich statt. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich per Mail unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein bekannt gegebene Email-Adresse gerichtet ist. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest.
  2. Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor einer Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Ergänzung bekannt zu geben.
  3. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die in Mitgliederversammlungen gestellt werden, beschließt die Versammlung.

§ 14 Außerordentliche Mitgliederversammlung

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn ein Fünftel der Mitglieder dies beim Vorstand schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beantragt.

§ 15 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung wird vom geschäftsführenden Vorstand, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorstand oder dem Schatzmeister geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Versammlungsleiter. Bei Wahlen kann die Versammlungsleitung für die Dauer des Wahlganges und der vorhergehenden Diskussion einem Wahlausschuss übertragen werden. Der Versammlungsleiter bestimmt einen Protokollführer.
  2. Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter. Die Abstimmung muss schriftlich durchgeführt werden, wenn ein Drittel der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder dies beantragt.
  3. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.
  4. Die Mitgliederversammlung beschließt über Satzung und Verbandsordnung mit 3/4-Mehrheit, über Geschäfts- und Wahlordnung mit einfacher Mehrheit.
  5. Bei Wahlen ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Hat niemand mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten, so findet zwischen den beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben, eine Stichwahl statt. Gewählt ist dann derjenige, der die meisten Stimmen erhalten hat. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das von dem Versammlungsleiter zu ziehende Los.
  6. Über Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom jeweiligen Protokollführer und vom Versammlungsleiter zu unterzeichnen ist.

§ 16 Auflösung des Vereins

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von neun Zehnteln der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
  2. Falls die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, ist der geschäftsführende Vorstand, bei dessen Verhinderung der stellvertretende Vorstand gemeinsam mit dem Schatzmeiser vertretungsberechtigte Liquidatoren.

Stichworte: Diesem Inhalt sind Tags zugeordnet. Ähnliche Themen finden Sie nach einem Klick.

Werden Sie Mitglied bei der InZIG e.V.:

  • Sie suchen Möglichkeiten zur interprofessionellen Zusammenarbeit?
  • Sie möchten vorhandenen Therapiemöglichkeiten für Ihre Patienten gemeinsam gestalten und individuell anpassen?
powered by webEdition CMS